Vom „Incontinent“ über "Under The Flag" in der Roten Fabrik zum "Snakes & Ladders" im Volkshaus: Meine Konzertreise mit Fad Gadget

Manchmal reicht ein Bild

um eine Flut von Erinnerungen auszulösen. Kürzlich postete ich in meiner Instagram-Story das Albumcover von Snakes & Ladders aus dem Jahr 1986. Für viele ist es nur ein Cover, für mich ist es der Endpunkt einer Ära – und gleichzeitig der Anfang einer Wiederentdeckung. 




Das Album war damals das letzte physische Werk, das ich mir kaufte. Besonders der Song „Luxury“ hatte es mir angetan; er lief bei mir in Dauerschleife. Frank Tovey, besser bekannt unter seinem Pseudonym Fad Gadget, war für mich mehr als nur ein Musiker – er war der Architekt eines düsteren, elektronischen Soundscapes, der meine Jugend prägte.

Der Anfang einer Leidenschaft

Meine Reise mit Fad Gadget begann im Jahr 1981, als ich sein Album "Incontinent" entdeckte. Dieser rohe, innovative Sound war anders als alles, was ich bis dahin gehört hatte. Er war provokativ, experimentell und absolut mitreißend. Es dauerte nicht lange, bis ich wusste: Das muss ich live erleben.

Zürich: Das Epizentrum der Live-Momente

Mein erstes Live-Erlebnis war 1983 am Tonmodern Festival in der Roten Fabrik in Zürich. Die Atmosphäre dort war elektrisierend. Wer Fad Gadget einmal auf der Bühne gesehen hat, weiß, dass er nicht nur Musik machte – er performte mit seinem ganzen Körper, oft bis zur völligen Verausgabung.

In den darauffolgenden Jahren zog es mich immer wieder zu seinen Konzerten. Zweimal sah ich ihn im Volkshaus in Zürich. Jedes Mal war es ein Erlebnis für sich. Mein letztes Konzert war schließlich 1985, ebenfalls im Volkshaus, im Rahmen seiner Tour zum Album dieser Zeit. Ein unvergesslicher Abend, der nun schon Jahrzehnte zurückliegt.

Zurück in die Gegenwart

Nachdem Snakes & Ladders damals mein letzter Kauf war, kehrte eine gewisse Stille ein – bis heute. Dank Spotify habe ich Fad Gadget wieder für mich entdeckt. Wenn ich jetzt Songs wie „Luxury“, "Scapegoat" oder „Collapsing New People“ höre, fühle ich mich sofort zurückversetzt in die Rote Fabrik oder das Volkshaus.

Es ist faszinierend, wie Musik die Zeit überbrücken kann. Was 1981 mit einem Album begann, ist heute, über 40 Jahre später, immer noch lebendig.

Falls ihr einen Eindruck von der Energie bekommen wollt, die Frank Tovey damals im Volkshaus versprühte, schaut euch dieses Video an:



Und hier könnt ihr der Tonaufnahme des Konzerts vom Tonmodern Festival 1983 hören, dass damals von Sounds live übertragen wurde:



Habt ihr auch Künstler, die ihr nach Jahrzehnten wieder neu für euch entdeckt habt? Schreibt es mir in die Kommentare!

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